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Geschichte

Auf unsere Geschichte sind wir stolz. Gerne stellen wir Sie auch Ihnen vor.  

Es war einmal... 

Die 1932 gegründete Laubenkolonie „Siedlung Grenzland“ stand vor 50 Jahren vor dem Problem, Auflösung der bestehenden Pachtverträge durch den Bauern Lüdicke oder Kauf der Parzellen als Ganzes. Zu Buche stand ein Wert von 86.000 DM bei 43 Siedlern. Zur Sicherung des für den Kauf benötigten Kredites bei der Sparkasse war es nötig, einen Verein oder ähnliches zu Gründen. Nachdem viele Hürden genommen waren, entstand die

                                              Gartenheimsiedlung Grenzland  

zuerst als eingetragener Verein, dann als eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung. 

Als Gründungsmitglieder fungierten

Erich Angermüller, Bruno Schmidt und Walter Schmidt. 

Das war dann nach 25 Jahren das Ende der Laubenpieper, jetzt waren alle Genossen. Es musste investiert und dazu gemeinsame Beschlüsse gefasst werden, was nicht immer einfach war. Denn noch waren in einem malerischen Umfeld von Korn- und Kartoffelfeldern die Klärgruben in Benutzung. Nach kontroversen Debatten entschlossen sich die Genossen, als erstes großes Bauvorhaben, im Jahre 1968 auf den Bau einer Entwässerungsanlage. 

Durch einen Formfehler bei der Genehmigung der Anlage durch das Bezirksamt, wurde die Siedlung als Bauland erklärt. 1969 wurde dann ein Bebauungsplan ausgelegt, in dem die heutige Bauordnung festgelegt wurde. Damit waren die rechtlichen Voraussetzungen für den Aus- und Neubau geschaffen. Das Büro Palaske wurde beauftragt das Areal, sowie jede einzelne Parzelle zu vermessen. Zeitgleich kam mit der Wohnungsbaugesellschaft Konzepta ein Investor, der einen Wohnkomplex an der Buckower Chaussee errichten wollte. Hierzu wurde im Jahr 1976 ein Gebietsaustausch vereinbart und bis 1978 eine gemeinsame Zufahrt zur Buckower Chaussee geschaffen. 

In den folgenden Jahren wurden auch die Siedlungswege verbreitert. In zähem Ringen mit der Bewag, die uns in ihrem mittleren Finanzplan immer wieder verschoben hatte, wurden die maroden Freileitungen nun endlich in Erdkabel ausgetauscht, was zur Folge hatte, dass in eine neue Wegebeleuchtung mit Peitschenmasten investiert werden musste.

 Auch die Bundespost entschloss sich jetzt die Telefonleitungen gleich mit dem Breitbandanschluss, für Fernsehen über Kabel ohne Antenne, in die Erde zu verlegen. Jetzt stand dem Befestigen der Wege mit einer Teerdecke nichts mehr im Wege.

 In den Jahren 1978 und 1979 wurde unter den Mitgliedern die Finanzierung zum Bau oder Erwerb eines bestehenden Gebäudes über Kredite mittels einer zu Lasten der Genossenschaft einzutragende Grundschuld diskutiert und letztendlich auch beschlossen.

 Das äußere Erscheinungsbild gewann dadurch deutlich an Ansehen. Letztendlich erfolgte die Abgrenzung der Siedlung in Richtung Richard-Tauber-Damm durch das Schließen der Wege mit den Bau von Zäunen, die auch hier in Eigenleistung errichtet wurden. 

Kaum waren die für die Entwässerungsanlage aufgenommenen Kredite abbezahlt, ging es 1985 daran die Frischwasserleitung aus Gründerzeiten zu erneuern, die besonders zur Sommerzeit beim Rasensprengen nur kläglich sprudelte. Dies war wieder nur mit viel Eigenleistung und tatkräftiger Unterstützung zweier Installateure aus der Siedlung möglich. Jetzt hatten wir den nötigen Druck auf der Wasserleitung: 

Nun schien alles geschafft, was fehlte war nur eine vernünftige Adresse, denn wir waren immer noch auf Parzellen wie eine Kleingartenkolonie. Mit dem Bezirksamt einigten wir uns dann 1991 auf die heutigen Adressen mit Kettinger Straße 16 bis 22 H und Buckower Chaussee 14 bis 14 H ohne Zusatz „Parzelle“.

 Als dann 1998 auch noch die Gasag auf der Suche nach Neukunden auf uns zukam, um uns mit Erdgas versorgen zu wollen, waren alle Versorgungsleitungen auf dem neuesten Stand. Auch unsere Mitglieder mit Nachtspeicherheizung hatten nun die Möglichkeit der Umstellung.

 Wie Sie aus dem kurzen Abriss über die Entwicklung unserer Gartenheimsiedlung sehen, ist schon einiges geschaffen und auch geschafft worden. Aber nicht nur baulich hat sich viel getan, auch in der Zusammensetzung der Mitglieder hat sich vieles geändert. Durch Generationen- und Besitzwechsel entstanden, auch durch den nötigen Zwang unserer Satzung zum dauerhaften Wohnen, viele neue schmucke Einfamilienhäuser mit überwiegend liebevoll gepflegten Gärten. Dies ist auch ein Verdienst der Vorstände in all den Jahren, die in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit es oft nicht leicht hatten allen gerecht zu werden. Viel Zeit musste aufgewendet werden um Käufern die notwendigen Erläuterungen zu unserer Rechtsform mit der Satzung und dem Nutzungsvertrag zu vermitteln. Neben der Beratung kamen auch die notariellen Beurkundungen bei Kreditaufnahmen dazu.

 Alles in allem hat es sich aber gelohnt, wie man unschwer an unserem heutigen Erscheinungsbild absehen kann. Zu betonen bleibt, dass es auch in Zukunft nicht ohne Eigenleistung und Engagement der Genossen geht, vor allem bei der Übernahme von Ämtern, ohne die ein Überleben der Genossenschaft nicht möglich ist.